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Schwerer Personenschaden

Ein schwerer Personenschaden resultiert häufig aus einem tragischen Unfall oder ist durch einen Behandlungsfehler entstanden. Der Alltag gerät durch ein solches Ereignis meist vollkommen durcheinander und muss oftmals vollständig neu organisiert werden. 

Ein behindertengerechter Umbau des Hauses oder der Wohnung, die Anschaffung eines Spezialfahrzeuges oder sonstiger Hilfsmittel, wie auch die Suche nach geeigneten Therapien und qualifiziertem Pflegepersonal stehen auf der Tagesordnung. Mit dem tragischen Ereignis geht dadurch regelmäßig auch eine Flut an hohen Kosten einher. Die Frage, die sich dann stellt, ist ob und was von diesen Kosten durch einen Schadensersatzanspruch abgedeckt ist.

Nach einem Unfall oder Behandlungsfehler ist daher zunächst die Haftungsfrage zu prüfen, um den eintrittspflichtigen Versicherer zu ermitteln. Sodann wird von uns gemeinsam mit unseren Mandanten der ihnen entstandene Schaden beziffert und geltend gemacht. 

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Unfall

Wir erleben häufig, dass bei verschiedenen Unfallhergängen Unsicherheit besteht, ob ein Anspruch auf Schadenersatz gegeben ist. Manchmal ist es unklar, ob eine Versicherung für den entstandenen Schaden eintritt. Es kann auch einen Anspruch auf Schadensersatz nach einem Unfall geben, obwohl ein nahes Verhältnis zu dem Unfallverursacher besteht, da der Schaden beispielsweise von einem Familienmitglied verursacht wurde oder man Mitfahrer im Auto oder auf dem Motorrad des Unfallverursachers war. 

Diese Ausführungen möchten wir an zwei gängigen Beispielen aus der Praxis verdeutlichen:

Schadensersatz als Mitfahrer oder Beifahrer (Insasse / Sozius)

Ein Mitfahrer oder Beifahrer hat in der Regel immer einen Anspruch auf 100%ige Haftung. Als angegurteter Insasse besteht der volle Haftungsanspruch aus Gefährdungshaftung gem. § 7 StVG gegenüber dem Halter des Fahrzeugs. Je nach Sachlage des Einzelfalls kann auch eine Verschuldenshaftung gem. § 823 BGB gegenüber dem Fahrer hinzukommen. 
Dieser Schadenersatzanspruch besteht auch dann, wenn der Unfallverursacher ein Familienangehöriger ist.  Wenn beispielsweise einer der Eltern einen Autounfall verursacht, hat das mitfahrende Kind - trotz Verursachung des Unfalls durch seine Mutter oder Vater - einen Schadenersatzanspruch. Ein Verwandtschaftsverhältnis ändert nichts an der Haftungslage. Dies bedeutet, dass allen Insassen, wie auch einem Sozius, ein Anspruch auf Schadenersatz grundsätzlich zusteht. 

Schadenersatz als Fahrradfahrer oder Fußgänger

Bei einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fahrradfahrer besteht zunächst immer die volle Haftung des Kraftfahrzeuges. Ein Kraftfahrzeug haftet als gefährliche Sache aus seiner Betriebsgefahr. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Gefährdungshaftung, das bedeutet, dass diese zunächst besteht, unabhängig davon, wer den Unfall verursacht hat. Bei einem Unfall zwischen einem Fahrradfahrer oder Fußgänger und einem Kraftfahrzeug ist dadurch immer zunächst die 100%ige Haftung des Kraftfahrzeuges aus der Betriebsgefahr gegeben. Erst im nächsten Schritt ist zu prüfen, welche Verschuldensanteile an einem Unfall gegeben sind, also wer den Unfall tatsächlich verursacht hat. Hierbei kann sich die Haftung aus der Betriebsgefahr bei einem erheblichen Verschulden des Fahrradfahrers mindern. Sie reduziert sich entsprechend des Verschuldensanteils, wobei auch eine vollständige Reduzierung der Haftung grundsätzlich möglich ist. Die Haftungsanteile sind anhand der Gegebenheiten im Einzelfall zu prüfen und der entsprechende Anspruch auf Schadenersatz zu bestimmen.

Behandlungsfehler

Habe ich einfach Pech gehabt oder bin ich vielleicht fehlerhaft behandelt worden? Mit dieser Frage kommen viele Mandanten auf uns zu. Häufig ist es nicht so leicht zu beantworten, ob tatsächlich eine fehlerhafte Behandlung vorliegt. 

Grundsätzlich trägt der Patient die Beweislast dafür, dass es zu einem Behandlungsfehler gekommen ist und dieser zu einem gesundheitlichen Schaden geführt hat. Unter gewissen Umständen ist es jedoch möglich, dass es zu einer sogenannten Beweislastumkehr kommt.

Schadenersatz nach Behandlungsfehler

Wenn die Vermutung eines Behandlungsfehlers nahe liegt, ist es wichtig, dass schnellstmöglich die richtigen Schritte eingeleitet werden, um Beweisunterlagen zu sichern: die Behandlungsunterlagen sollten vollständig angefordert werden. Auch ist es von großem Vorteil, wenn gleich zu Beginn ein Gedächtnisprotokoll angefertigt wird, am besten in chronologischer Reihenfolge, welches stets weiterzuführen ist, um den Verlauf zu dokumentieren. So können auch später noch die einzelnen Umstände konkret zeitlich nachvollzogen werden. Wenn alle Unterlagen vorliegen, sind diese medizinisch und juristisch zu bewerten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an ein entsprechendes medizinisches Fachgutachten zu beschaffen.

Steht der Behandlungsfehler fest, ist der Umfang des Schadens zu prüfen. Hierbei kommen verschiedene Schadensersatzansprüche in Betracht.

Schadensbilder

Schwere Personenschäden können verschiedene Formen annehmen und beeinflussen das Leben der Betroffenen auf unterschiedliche Weise. Folgende Verletzungsmuster führen häufig zu schweren Dauerschäden:

Koma / Wachkoma

Ein Koma oder Wachkoma kann durch schwere Hirnverletzungen, Schlaganfälle oder andere Ereignisse verursacht werden und kann zu einem Verlust des Bewusstseins oder einer Beeinträchtigung der Wahrnehmung führen.

Schwere Verletzung des Gehirns

Schwere Gehirnverletzungen können verschiedene Formen annehmen und haben oft schwerwiegende geistige oder körperliche Beeinträchtigungen zur Folge, wie beispielsweise kognitive Beeinträchtigungen, Lähmungen oder andere neurologische Probleme.

Schweres Schädelhirntrauma (SHT Grad III)

Ein schweres Schädelhirntrauma, wie ein Schädelhirntrauma III. Grades ist leider eine sehr häufige Folge eines Verkehrsunfalls. Hierbei entstehen in der Regel schwerwiegende Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten. Das Gedächtnis ist meist stark eingeschränkt. Es kann auch zu Einbußen bei der Sprache, wie Wortfindungsstörungen, oder Einschränkungen in der Motorik und anderer Funktionen führen. Das komplizierte bei einer solchen Verletzung ist, dass sie häufig „unsichtbar“ für Dritte ist. Auch ein Schädelhirntrauma II. Grades (SHT-Grad II) kann schon zu erheblichen Dauerschäden führen.

Schwere neurologische Störungen

Schwere neurologische Störungen können verschiedene Ursachen haben und beeinträchtigen die Funktionen des Nervensystems, einschließlich der Motorik, der Sinneswahrnehmung und der geistigen Fähigkeiten.

Schädigung des Rückenmarks

Eine Schädigung des Rückenmarks kann durch Verletzungen oder Erkrankungen verursacht werden und kann zu Lähmungen, Taubheitsgefühlen und beeinträchtigter Körperkontrolle führen.

Querschnittslähmung

Eine Querschnittslähmung tritt auf, wenn das Rückenmark auf einer bestimmten Höhe verletzt wird und die Übertragung von Signalen zwischen Gehirn und Körper unterbrochen wird. Betroffene können je nach Höhe der Verletzung eine Lähmung der Beine, Arme oder des gesamten Körpers erleiden.

Komplette Lähmung

Eine vollständige Lähmung tritt auf, wenn ein Teil des Körpers vollständig gelähmt ist und keine Bewegung mehr möglich ist.

Inkomplette Lähmungen

Bei einer inkompletten Lähmung ist der Schaden am Nervensystem nicht vollständig und es können noch Bewegungen oder Empfindungen vorhanden sein.

Paraplegie/-parese

Eine Paraplegie bezeichnet eine Lähmung der Beine und des unteren Körperbereichs, während eine Parese eine Schwäche oder teilweise Lähmung der betroffenen Bereiche darstellt.

Tetraplegie/-parese

Eine Tetraplegie bezeichnet eine Lähmung der Arme und Beine sowie des gesamten Rumpfes, während eine Tetraparese eine teilweise Lähmung oder Schwäche dieser Bereiche beschreibt.

Geburtsschaden

Geburtsschäden können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden und können zu Beeinträchtigungen wie Lähmungen, Hirnschäden und anderen Problemen führen, die das Leben des Kindes und seiner Familie dauerhaft beeinträchtigen können.

Was tun?

Ein erfahrener Anwalt mit Spezialgebiet schwere Personenschäden kann helfen, wenn eine Person aufgrund eines Unfalls oder einer medizinischen Fehlbehandlung einen schweren Personenschaden erlitten hat. Der Anwalt kann eine wichtige Rolle bei der Vertretung der Interessen des Verletzten spielen und dazu beitragen, dass die Verantwortlichen für den Schaden zur Rechenschaft gezogen werden. Dabei geht es nicht nur um die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen, sondern auch um die Sicherung der Zukunft des Verletzten und dessen Familie, indem beispielsweise langfristige finanzielle Unterstützung oder spezialisierte Pflegeleistungen gesichert werden. Ein Anwalt mit Erfahrung im Bereich schwerer Personenschäden verfügt über das nötige Fachwissen und die Erfahrung, um die bestmögliche Unterstützung für seine Mandanten zu gewährleisten und ihnen bei der Bewältigung der schweren Herausforderungen zu helfen, die ein schwerer Personenschaden mit sich bringt.

Wir befassen uns seit mehr als 10 Jahren ausschließlich mit der Regulierung von schweren Personenschäden und unterstützen hierbei sowohl Geschädigte und deren Angehörige, als auch Kollegen, die auf die Klärung von Haftungsfragen spezialisiert sind, bei der Schadensregulierung.

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