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Schadenersatz

Schadensersatz leicht erklärt bedeutet, dass der Geschädigte so zu stellen ist, wie er stünde, wäre das Schadenereignis nicht gewesen. Der Schadenersatz besteht dabei aus einer Vielzahl von Schadenersatzansprüchen. Bei einem schweren Personenschaden werden diese meist in vier Kategorien (die jeweils weitere Unterkategorien haben) eingeteilt: Schmerzensgeld, Verdienstausfallschaden, Haushaltsführungsschaden und Mehrbedarfsschaden. 

Die Regulierung von Schadenersatz bei einem schweren Personenschaden umfasst nicht nur die Berechnung der Ansprüche. Wichtig ist beispielsweise auch die Abstimmung mit Sozialversicherungsträgern oder die Frage, ob ein Reha-Dienst eingeschaltet werden sollte. Um eine optimale Schadenregulierung zu erzielen, sind die Bedürfnisse des Einzelnen konkret zu ermitteln. Insbesondere die individuellen Zukunftsrisiken sind zu berücksichtigen. Dies ist entscheidend zur Bestimmung der einzelnen Schadenersatzansprüche und wegweisend für eine mögliche Rentenlösung oder Abfindung (Kapitalisierung).

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Schadenersatz | QuirmbachStrunk

Schmerzensgeld

Das Schmerzensgeld ist der wohl bekannteste Schadenersatzanspruch. Hierdurch soll für unsere Mandanten ein Ausgleich für ihre immateriellen Schäden, d. h. ihre erlittenen Schäden nicht vermögensrechtlicher Art, erzielt werden. Zur Bemessung der Höhe des Schmerzensgeldes müssen verschiedene Faktoren bedacht werden. Entscheidend ist hierbei immer der individuelle Einzelfall. Dafür ist es wichtig, dass der Geschädigte am besten von Beginn an stichpunktartig seine Beschwerden schriftlich festhält.

Außerdem kommt es auf die zu erwartenden dauerhaften Gesundheitsbeeinträchtigungen an und deren Auswirkungen in allen Lebensbereichen in der Zukunft. Diese müssen ärztlich festgestellt werden. Unter Umständen kann auch ein zögerliches Regulierungsverhalten des Versicherers zu einer Erhöhung des Schmerzensgeldes führen.

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Verdienstausfall

Neben den vielfachen gesundheitlichen Problemen kommt es bei unseren Mandanten leider in der Regel auch zu großen finanziellen Einbußen. Die erlittenen schweren Gesundheitsbeeinträchtigungen nach einem Unfall oder Behandlungsfehler führen zu einer zeitweisen oder auch dauerhaften Arbeitsunfähigkeit. Hierdurch entsteht für unsere Mandanten im Alltag eine finanzielle Lücke. Die beruflichen Einnahmen fallen weg, während die Kosten in der Regel durch erhöhte Fahrtkosten, Zuzahlungen, etc. ansteigen, so dass es mitunter sogar zu einer unverschuldeten existentiellen Not kommen kann. 

Die finanzielle Situation vor dem Schadenereignis muss der nach dem Unfall oder Behandlungsfehler gegenübergestellt werden. Auch hier kommt es auf die medizinische Einschätzung an, ob oder wann eine Arbeitsfähigkeit und in welchem Umfang zukünftig noch erzielt werden kann. Nicht selten sind Umschulungsmaßnahmen notwendig, wobei ein Reha-Dienst unterstützen kann.

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Haushaltsführungsschaden

Auch ihren Haushalt können unsere Mandanten als Geschädigte entweder gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt führen. Dieser Schaden, der dadurch entsteht, dass aufgrund der Folgen des Schadenereignisses die bisher im Haushalt ausgeübten Tätigkeiten nicht oder nicht mehr vollständig übernommen werden können, ist ebenfalls zu ersetzen.

Der Haushaltsführungsschaden ist nicht nur ein Schaden, der einer Hausfrau oder einem Hausmann entsteht, sondern er kann grundsätzlich bei jeder Person auftreten. Jeglicher Beitrag zur Haushaltstätigkeit ist zu betrachten und in der Gesamtschau zu bewerten. 

Ein Haushaltsführungsschaden kann damit auch Berufstätigen entstehen.  Auch hier ist im konkreten Einzelfall zu ermitteln, welche Tätigkeiten der Geschädigte zuvor im Haushalt übernommen hat und inwiefern er seit dem Schadenereignis hierin beeinträchtigt ist.

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Mehrbedarfsschaden

Bei einem schweren Personenschaden erhält der Geschädigte häufig von der Pflegekasse ein Pflegegeld. Die tatsächlichen Kosten für die Pflege und Betreuung des Geschädigten liegen jedoch meist weit über dem gezahlten Pflegegeld. Diese Aufwendungen sind ein Teil des Schadenersatzes. Hierzu zählen zum einen der Pflegemehraufwand, der durch die Hilfe bei der täglichen Körperhygiene und/oder einer Hilfestellung beim An- und Ausziehen, entsteht. Zum anderen der weitere Mehraufwand, wie die Fahrten und Begleitung zu Arzt- oder Therapiebesuchen. 
Diese Mehraufwendungen müssen konkret dargelegt werden. Auch hier ist es sinnvoll den Tagesablauf mit den unterschiedlichen Zeitangaben für die verschiedenen Unterstützungs- bzw. Hilfsleistungen zu skizzieren und Belege aufzubewahren. 

Zur Objektivierung kann es erforderlich sein, den Pflegemehrbedarf sachverständig feststellen zu lassen. Hier arbeiten wir mit qualifizierten und von den Haftpflichtversicherern anerkannten Sachverständigen zusammen.

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Kapitalisierung und Abfindung

Unsere jahrelange Erfahrung im Bereich des schweren Personenschadens hat gezeigt, dass in der Regel ein Gesamtabschluss, d.h. eine Gesamtabfindung der vergangenen und zukünftigen Schadensersatzansprüche - soweit möglich - für den Geschädigten, aber auch für die Versicherer vorteilhaft ist. Mit dem Schadenereignis kann dadurch in gewisser Weise abgeschlossen werden und die Zukunft neu gestaltetneugestaltet werden. Allein die Tatsache, sich nicht immer wieder mit dem Schadenereignis beschäftigen zu müssen, hilft bereits. 

Zur Abfindung im Bereich des schweren Personenschadens gehört die Bestimmung der zukünftigen Gesamtansprüche mittels Kapitalisierung. Für die Ermittlung der Höhe des Kapitalbetrages müssen dabei viele Faktoren berücksichtigt werden. Durch zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen haben wir uns tief in das Thema eingearbeitet und so ein breites Fachwissen in diesem Gebiet erzielt.

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Reha-Management

Zur Unterstützung der Berechnung der Schadenersatzansprüche ist es in vielen Fällen bei einem schweren Personenschaden erforderlich, auch auch ein Reha-Management parallel einzuleiten. Dies sollte frühzeitig mit dem Versicherer besprochen werden, denn es ist wichtig, dass das Leben nach dem Schadenereignis den jeweiligen gesundheitlichen Beeinträchtigungen angepasst wird. Dies kann eine berufliche Neuorientierung sein, Umbauten im Haus oder auch die bestmögliche medizinische und therapeutische Versorgung. 

Bei diesem Weg kann Reha-Management gegebenenfalls eine gute Unterstützung leisten. Je nach Einzelfall sollte daher mit dem Versicherer besprochen werden, ob es sinnvoll ist, einen Reha-Dienstleister hinzuzuziehen.

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Kontakt

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